Aconcagua
4. März 2002: Ich startete um neun Uhr. Das Berliner Lager war nach einer Stunde und 58 Minuten erreicht. Zwei Minuten schneller als das Plansoll – das spornte an! Den Grat zwischen Nordund Südgipfel erreichte ich nach vier Stunden und fünf Minuten. Die letzten Meter sprintete ich zum Gipfel. Beinahe stürzte ich auf das kleine Aluminiumkreuz. Das Chronometer stoppte bei vier Stunden und 25 Minuten! Der Abstieg (eigentlich Ablauf) wurde dann eine unerwartet trockene Angelegenheit: den während des Auflaufs im BerlinerLager deponierten Hüftgurt inklusive Wasserreserve entsorgte ein umweltfreundlicher Bergkamerad. Der mit Hilfen unterstützte Franzosenrekord wurde damit um neun Minuten unterboten (Christians Rekord blieb lange ungebrochen), die Ziellinie im Basislager sechs Stunden nach dem Start erneut überschritten und damit der Aconcagua in Form einer Vierteltageseinheit tour-retour bestiegen. Nun stellte sich die Frage: Was tun mit dem Rest des Tages? Die Antwort lieferte der Skyrunner spätestens mit seinen vier Sechstausendern an einem Tag . . .
