Mai 2007. Mit dabei Birgit, die sich vom Attribut des
„kältesten Berges der Welt“ nicht abschrecken ließ
und in bewährter Weise die Tourassistenz übernahm.
Vom Basecamp trennte uns ein 13 Kilometer langer
Gletscher vom Wandfuß. Vor dieser Passage hatte ich
echt Spundus, zahlreiche Erzählungen von gefährlichen
Spalten förderten den Respekt und mahnten zu beson-
derer Vorsicht. Wir planten daher, den Gletscher zuerst
gemeinsam am Seil zu überschreiten und die Spalten-
situation zu prüfen.
Bei seinem Speedversuch wehrte sich der Berg zu-
nehmend, nach dem Wechsel von den Schiern hin zu
den Steigeisen folgte ein schier unendliches Plateau,
das sich elendslang dahinzog. Trotz der an sich guten
Bedingungen – erträgliche Minusgrade, verhältnismäßig
wenig Wind und gute Gehverhältnisse, aber teilweise
schlechte Sicht – wurde der in seinen Dimension unter-
schätzte Berg immer länger. Zähen Schrittes schaffte
er den Gipfel in – für „normale“ Bergsteiger sagenhaf-
ten – 16 Stunden und 45 Minuten, schrammte aber am
bestehenden Rekord um mehr als zwei Stunden vorbei
und benötigte für den vermeintlichen „einfachen Schi-
berg“ drei Minuten länger als für seinen Gang auf den
Mount Everest.